Der Elektromotor: Definition und Begriffe

Stand 2000

Physikalische Begriffsdefinitionen zum Thema Elektromotor für Bauingenieure.

Generator-Motor-Prinzip

Ursache und Wirkung im Elektromotor und Generator sind vertauscht: Im Generator ist eine mechanische Kraft Ursache dafür, dass sich eine Spule relativ zu einem Magnetfeld bewegt und eine elektrische Spannung induziert wird.

Im Elektromotor sorgt ein Stromfluss durch eine Spule dafür, daß ein Magnetfeld aufgebaut wird. Abstossungskräfte mit einem statischen Magnetfeld führen zu einer Bewegung des Motors. Diese Vorgänge lassen sich umkehren, so dass ein Motor auch als Generator genutzt werden kann.

Drehstrommotor

In einem Drehstrommotor sind drei Spulen sternförmig in einem Winkel von jeweils 120° zueinander angeordnet.

Werden diese Spulen mit Drehstrom versorgt, so wird in jeder Spule ein Magnetfeld aufgebaut. Durch die vorliegende Phasenverschiebung der einzelnen Ströme werden die Magnetfelder entsprechend zeitlich nacheinander aufgebaut. Dadurch wird ein Drehmoment erzeugt, das den Motor antreibt.

Tauscht man zwei Leiter an einem Drehstrommotor aus, so kehrt sich seine Drehrichtung um. Dies wäre gleichzusetzen damit, daß an den Spulen die bisherigen Anschlüsse bestehen bleiben, die Positionen der einzelnen Spulen im Verbund jedoch getauscht werden. Die einzelnen Spulen werden so in neuer zeitlicher Konfiguration ihre Magnetfelder aufbauen. Dies geschieht genau entgegengesetzt zur vorherigen Drehrichtung. Die Drehrichtung kehrt sich folglich um.

Drehstromgenerator

Nach dem Generator-Motor-Prinzip gleicht der Aufbau eines Drehstromgenerators dem des Drehstrommotors. Allerdings muß der Generator durch eine äussere Kraft, z. B. eine Turbine, angetrieben werden.